Matthias C. Kettemann: Die normative Ordnung des Internets

In seinem Vortrag gibt Matthias C. Kettemann LL.M. (Harvard) Einblick in das Entstehen einer normativen Ordnung des Internets.

Ort: Weizenbaum-Institut, Hardenbergstraße 32, 10623 Berlin


Zeit: Dienstag, 2. April 2019 13:00 Uhr


Weizenbaum meets


Das Internet ist kein rechtsfreier Raum: Doch was können Staatsrecht, Europarecht, Völkerrecht und nichtstaatliche, transnationale und hybride Regelungsarrangements angesichts politischer Polarisierung zwischen Internetfreiheit und Cybersicherheit leisten? Vor der Folie der wirtschaftlichen,
sozialen und politischen Auswirkungen der Informations- und Kommunikationstechnologien entwickelt Matthias C. Kettemann die Grundlagen für die Herausbildung einer normativen Ordnung des Internets.

Als Grundkonflikt der normativen Ordnung des Internets identifiziert Kettemann die widerstrebenden Interessen verschiedener Stakeholder in der Implementierung des Regelungsziels der Internet Governance. Seine zentrale Forschungsleistung besteht darin, aufbauend auf einer kritischen Normentheorie, eine nicht-fragmentierte Ordnung für das Internet (einen „Nomos“) zu entwerfen, der verschiedene „Narrative“ enthält, die sich unterschiedliche Stakeholdergruppen zu eigen machen. Schließlich zeigt er, wie die Normen, die aus der normativen Ordnung des Internets als Normverbund entfließen, innerstaatlich integriert werden können. Er weist schließlich nach, dass staatliche Rechtsordnungen transnationale Regelungsarrangements verfassen können.

Anmeldungen bitte unter veranstaltungen-weizenbaum[at]wzb.eu

Zur vorherigen Seite