Sebastian Berg

Doktorand

Sebastian Berg studied political science and public law at Trier University. In his master thesis “Entendre des voix. Desidentifizierung und das Vernehmen der Gemeinschaft aus demokratietheoretischer Perspektive”, he reconstructed the term “desidentification” in the work of Jacques Rancière, to explore systematically the relationship of aesthetics and politics in the author’s emancipatory claim of participation.

Sebastian is interested in the epistemic foundations of democratic norms and concepts, their genealogy and how they change through social practices and technological affordances. He has a special interest in the understanding of political agency and the democratic claim to contingency under the circumstances of digitalization. At the Weizenbaum Institute, he focuses on how new forms of digital ordering are established through data politics, how institutions adapt, and how the rationality of democratic governance changes.

 

Kontakt

Email

sebastian.berg[at]wzb.eu

Organisation
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
  • Positionen

    Doktorand:

    Forschungsgruppe 12: Demokratie und Digitalisierung

  • © Martina Sander-Blanck
  • Forschungsfelder
    • Politische Repräsentation unter den Bedingungen von Digitalisierung
    • Datafizierung
    • Radikale und repräsentative Demokratietheorie
    • Politische Ideengeschichte
Projekte

Dissertationsprojekt (Betreuer: Prof. Dr. Christian Volk, Freie Universität Berlin): Den Demos vernehmen. Genealogie und Gegenwart politischer Datafizierung im Kontext demokratischer Repräsentation (Arbeitstitel)

Die Dissertation untersucht die Implikationen datenbasierter Vermittlungs- und Analysetechniken für das Verständnis politischer Repräsentation. Für den Bereich der Politik wird die der Digitalisierung zugeschriebene, transformierende Wirkung insbesondere in der Datafizierung des Wahlkampfs, dem Einsatz digitaler Analysetechniken gegenüber der Bürgerschaft oder der Verlagerung von Kommunikationsmacht in soziale Medien und Plattformen wahrgenommen. Die Studie rekonstruiert anhand des US-amerikanischen Debattenkontextes und entlang genealogischer Interpretationspfade, dass sich diese Wirkung jedoch weder aus einer genuinen Logik digitaler Technik ergibt, noch einseitig als Form digitaler Herrschaftsausübung zu verstehen ist, sondern dass es sich um wechselhafte und widersprüchliche Aneignungen dieser Technik handelt. Die politiktheoretische Studie soll zeigen, wie insbesondere politische Eliten die Aneignung und Verwendung dieser Technik rechtfertigen, auf welche Kontextbedingungen – etwa die Krise demokratischer Repräsentation – sie reagieren und welche Ideen und Verständnisse von Demokratie oder Repräsentation dabei um Deutungshoheit

Publikationen

Auswahl

2018 (mit Ann-Kathrin Koster): „Materielle Grenzziehungen der Demokratie – ein Tagungsbericht als Spurensuche“, auf theorieblog.de.

2018: „Politisches Gestalten als Herausforderung der Digitalisierung“, in: Stalder, Wolfgang (Hrsg.): Mehr als Algorithmen? Digitalisierung in Gesellschaft und Sozialer Arbeit, Weinheim/Basel: Beltz Juventa, S. 40-48.

2018 (mit Florian Eyert): „Ein neues Recht für die digitale Gesellschaft? Tagungsbericht ‚Künstliche Intelligenz und Demokratie‘ (Trier)“, auf theorieblog.de.

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