Wissen, Bildung und Soziale Ungleichheit

Forschungsgruppen 7 - 11

Digitale Technologien und das Internet stellen grundlegend neue Anforderungen an die Bildung. Daher ist es Ziel unserer Forschung zu untersuchen, welches Wissen und welche Kompetenzen im Rahmen einer digitalen Bildung zukünftig für Menschen in einer digitalen Welt nötig sind.

Digitale Technologien stellen neue Anforderungen an die Bildung

Digitale Technologien und das Internet stellen grundlegend neue Anforderungen an die Bildung. Man kann beobachten, dass Nutzer*innen sich in kurzer Zeit praktische Kenntnisse aneignen und neue Medien und Anwendungen sehr schnell in ihren Alltag integrieren. Dieser Prozess wird unterstützt durch zunehmend intuitiv gestaltete Nutzerschnittstellen, die es bereits Kindern erlauben, ohne wesentliche Anleitung auch komplexe Anwendungen schnell zu erlernen und zu nutzen.

In diesen eher pragmatischen Nutzungssituationen können allerdings die möglichen weiterführenden Konsequenzen der entsprechenden Technologien nur begrenzt reflektiert werden. Die mit ihnen einhergehenden Gefahren für das eigene Wohlbefinden, Bedrohungen der privaten Lebenswelt und der individuellen Selbstbestimmung – aber auch mögliche weiterführende positive Chancen, die in bestimmten Anwendungen angelegt sind – sind für Individuen in ihren Rollen als Bürger*innen, Konsument*innen oder Arbeitnehmer*innen oft nicht sofort erkennbar, weil die technischen Grundlagen und gesellschaftlichen Folgen in ihrer Komplexität nicht unmittelbar durchschaubar sind.

Wissen und Kompetenzen im Rahmen einer digitalen Bildung

Dies ist eine Herausforderung für die Forschung auf verschiedenen Ebenen. Daher untersuchen wir, welches Wissen und welche Kompetenzen im Rahmen einer digitalen Bildung zukünftig für Menschen in einer digitalen Welt nötig sind. Eine besondere Herausforderung ist hier die soziale Differenzierung der Wissensvermittlung: Je nach Bildungshintergrund, Alter und Nutzungserfahrung müssen praktische Nutzungskenntnisse, technisches Hintergrundwissen oder soziale Folgenabschätzung vermittelt werden, um die hier angelegten Ungleichheitspotenziale zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.

Forschungsgruppen

Bildung und Weiterbildung in der digitalen Gesellschaft

Bildung und Weiterbildung in der digitalen Gesellschaft

Digitale Technologien und das Internet beeinflussen alle Bereiche des Lebens und stellen neue Anforderungen an die Bildung und Weiterbildung. Unser Ziel ist es, den gesamten Weg eines Individuums als Wissensträger in der digitalen Welt zu begleiten, zu erforschen und Empfehlungen zu formulieren. Damit verbundene Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die relevanten Kompetenzen, die Vorgehensweisen bei der digitalen Bildung im Unterricht, die Möglichkeiten zur Gestaltung digitaler Lernangebote sowie die Vermeidung der Entwertung und die Unterstützung der Aufwertung beruflicher Qualifikation.

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Ungleichheit und digitale Souveränität

Ungleichheit und digitale Souveränität

Unter dem Begriff der digitalen Souveränität wird seit einiger Zeit ein neues Leitbild für Menschen und Kollektive in der digitalen Welt diskutiert, das Kompetenzen, Pflichten und Rechte ins Blickfeld rückt. Die Forschungsgruppe untersucht anhand integrativer Ansätze der praxisgeleiteten Designforschung die Konstitution und Koordination persönlicher und kollektiver Handlungs- und Entscheidungsspielräume in Bezug auf deren Nutzung und Aneignung auf der einen, und ihrer Gestaltbarkeit auf der anderen Seite.

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Digitale Technologien und Wohlbefinden

Digitale Technologien und Wohlbefinden

Digitale Technologien durchdringen zunehmend unsere täglichen Routinen und verändern, wie wir arbeiten, unsere Freizeit verbringen und miteinander interagieren. Während sich Befürworter von der Verbreitung dieser Technologien positive Effekte sowohl für Individuen als auch für die Gesellschaft versprechen, fürchten Gegner Risiken wie Informationsüberflutung, Abhängigkeiten und Verlust der Privatsphäre. Im Hinblick dieser Kontroversen ist es unser Ziel, die langfristigen individuellen und gesellschaftlichen Konsequenzen der Nutzung digitaler Technologien zu erforschen.

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Digitale Integration

Digitale Integration

Die Forschungsgruppe „Digitale Integration“ befasst sich hauptsächlich mit dem Potenzial der Digitalisierung mit besonderem Blick auf die Sozialen Medien, die die soziale Inklusion über unterschiedliche Bevölkerungssegmente hinweg ermöglichen. Bestehende Forschungsarbeiten bieten nur begrenzt Einblicke in den Prozess, durch den die Digitalisierung zur sozialen Inklusion gesellschaftlicher Randgruppen beitragen kann. Vor diesem Hintergrund untersuchen wir, wie sich die Nutzung von Sozialen Medien und anderer digitalen Lösungen auf die gesellschaftliche Teilhabe auswirkt.

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Digitalisierung der wissenschaftlichen Wertschöpfung

Digitalisierung der wissenschaftlichen Wertschöpfung

Die Forschungsgruppe untersucht den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und den sozialen Auswirkungen akademischer Forschung. Digitalisierung wird dabei als Veränderung der Forschungs- und Publikationsprozesse verstanden, mit der Maßgabe, den Nutzen der Forschung zu erhöhen.

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