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Vertrag und Verantwortung auf digitalen Märkten

Forschungsgruppen 4 - 6

Das selbstbestimmte Individuum besitzt die Freiheit, Entscheidungen zu treffen, durch die es sich vertraglich bindet, moralisch verantwortlich für seine Handlungen ist und Daten preisgibt. Vernetzung und Algorithmisierung verändern jedoch die Rahmenbedingungen dieser Selbstbestimmung.

Chancen und Risiken der „Datafizierung“

Die Gestaltung der eigenen Lebensverhältnisse setzt voraus, dass sich private Akteure auch tatsächlich frei und selbstbestimmt entscheiden können. In der vernetzten Gesellschaft steht der Mensch neuen Diensten und Vertragsverhältnissen gegenüber. Die so genannte „Datafizierung“ bedeutet, dass viele Aspekte unseres Lebens in computerisierte Daten verwandelt werden, wodurch sich neue Chancen, aber auch Risiken ergeben. Was bedeutet es zum Beispiel, dass Daten als Zahlungsmittel genutzt werden? Welche datenbasierte Geschäftsmodellinnovation verbirgt sich hinter den beobachteten Entwicklungen? Wie stehen Verantwortung und das Internet der Dinge zueinander, sowohl in rechtlicher als auch in moralischer Hinsicht? 

Theoriebildung der Selbstbestimmung auf digitalen Märkten

Im Rahmen dieses Forschungsthemas soll die Grundlage für eine Theoriebildung der Selbstbestimmung auf digitalen Märkten geschaffen werden, die einerseits die Prämissen und Konsequenzen eines selbstbestimmten Agierens von Privatpersonen in den Blick nimmt, andererseits die Perspektive von innovativen Unternehmen auf den digitalen Märkten beachtet.

Forschungsgruppen

Daten als Zahlungsmittel

Daten als Zahlungsmittel

Die Forschungsgruppe befasst sich mit der Verwendung von Daten in der digitalen Wirtschaft aus juristischer, psychologischer und ökonomischer Perspektive. Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der Funktionsweise digitaler Märkte sowie auf Chancen und Risiken des Datenhandels. Hierzu zählen Fragen der Privatautonomie im Spannungsfeld von Datenschutz- und Vertragsrecht, Datenrechte sowie kognitive und emotional-motivational dynamische Prozesse, die der Preisgabe personenbezogener Daten zugrunde liegen.

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Datenbasierte Geschäftsmodellinnovation

Datenbasierte Geschäftsmodellinnovation

Die Forschungsgruppe kombiniert Theoriebildung über Geschäftsmodellinnovationen mit der empirischen Analyse sektoraler datenbasierter Innovationsprozesse, z. B. in den Bereichen Bildung, Open Data oder in der Kreativwirtschaft. Die unbegrenzte Produktion von Daten durch den Menschen beeinflusst nachhaltig, wie Geschäftsmodelle aufgesetzt werden, sodass selbst etablierte Marktteilnehmer gezwungen sind, ihre Geschäftsmodelle neu zu denken und zu verändern. Datenbasierte Geschäftsmodellinnovationen sind folglich hochrelevant für die Unternehmenspraxis, Forschung und die Politik.

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Verantwortung und das Internet der Dinge

Verantwortung und das Internet der Dinge

Der Anspruch der Forschungsgruppe ist es, das Feld „Verantwortung und das Internet der Dinge“ umfassend zu kartieren und neue Beiträge zu ungeklärten Fragen rund um die „Ubiquitäre Verantwortung“ zu leisten. Die Verantwortung der technisch Handelnden ist seit der Antike ein wiederkehrendes Thema in der Wissenschaft und der Politik. Mit wachsenden Gestaltungsoptionen erweitert sich nun auch der Umfang der Verantwortung. Im Rahmen unserer Forschung betrachten wir den Begriff sowohl aus ethisch-moralischer und juristischer Sicht als auch im Hinblick auf technische Umsetzbarkeit.

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