Bildung und Weiterbildung in der digitalen Gesellschaft

Forschungsgruppe 7

Digitale Technologien und das Internet beeinflussen alle Bereiche des Lebens und stellen neue Anforderungen an die Bildung und Weiterbildung. Unser Ziel ist es, den gesamten Weg eines Individuums als Wissensträger in der digitalen Welt zu begleiten, zu erforschen und Empfehlungen zu formulieren. Damit verbundene Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die relevanten Kompetenzen, die Vorgehensweisen bei der digitalen Bildung im Unterricht, die Möglichkeiten zur Gestaltung digitaler Lernangebote sowie die Vermeidung der Entwertung und die Unterstützung der Aufwertung beruflicher Qualifikation.

Neue Technologien – neue Anforderungen an Aus- und Weiterbildung

Die Anforderungen im Umgang mit neuen Technologien verändern sich zunehmend. Die entsprechende Kompetenzvermittlung beginnt während der Schulausbildung und wird innerhalb der Aus- und Weiterbildung fortgesetzt. Dies ist eine Herausforderung für die Forschung auf verschiedenen Ebenen. Es stellt sich die Frage, welche Kompetenzen in einer digitalen Welt notwendig und relevant sind und wie diese erlangt werden können. Bei der Vermittlung von Nutzungskenntnissen, Hintergrundwissen oder sozialer Folgenabschätzung wird unter anderem die Differenzierung der Wissensvermittlung (z. B. je nach Bildungshintergrund, Alter und Erfahrung) untersucht.

Die Fragen werden mithilfe unterschiedlicher Methoden adressiert, z. B. die Erhebung und Analyse der Dimensionen der digitalen Bildung in den Schulen sowie die Konzipierung und Erprobung individualisierter und gruppenbasierter Lehr- und Lernszenarien. Die relevanten Themen werden in den betreuten Dissertationsprojekten aufgegriffen.

Die Forschungsgruppe widmet sich insbesondere folgenden Fragestellungen:

  • Welche gesellschaftlich bedeutsamen Veränderungen sind mit der Digitalisierung der Bildung und Weiterbildung verbunden? 
  • Wie gehen wichtige Akteure (Schulen, Unternehmen) mit den Themen Bildung und Weiterbildung um und wie können sie unterstützt werden? 
  • Welche Rolle spielen digital unterstützte Lehr- und Lernkonzepte? 

Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen

Wir verfolgen einen auf empirischer Erkenntnis basierenden gestaltungsorientierten Ansatz und nutzen die gewonnenen Erkenntnisse, um Lehr- und Lernprozesse auf individueller Ebene und Gruppenebene zu gestalten. Wir erforschen weiterhin, wie sich die theoretischen Grundlagen zum Wissen und Lernen verändern oder verändern müssen, wie und ob Maschinen und künstliche Intelligenz als Wissensträger betrachtet werden können und wo die Besonderheiten und eventuelle Grenzen der Wissensvermittlung zwischen Mensch und Maschine liegen. 

Wir kooperieren mit Forschungseinrichtungen, sind präsent auf internationalen Konferenzen mit Workshops und Präsentationen und nutzen gewonnene Forschungserkenntnisse bei der Gestaltung unserer universitären Lehre.

Mitglieder der Forschungsgruppe

Publikationen (Auswahl)

Konferenzberichte

Le, N. T./Pinkwart, N. (2017): „K-12 Computational Thinking Education in Germany“. In: Proceedings of the International Conference on Computational Thinking Education 2017 (CTE2017), The Education University of Hong Kong, Massachusetts Institute of Technology, and City University of Hong Kong, S. 39-43.

Rüdian, S./Pinkwart, N./ Liu, Z. (2018): „I Know Who You Are: Deanonymization Using Facebook Likes“. In: GI Informatik, Workshop: Security & Privacy at Large, Berlin: Gesellschaft für Informatik.

Artikel in Sammelbänden

Gronau, N./Ullrich, A./Bender, B. (2017): „Anwendungszentrum Industrie 4.0 – Szenariobasiertes Lernen im Industrial Internet of Things-Labor.“ In: Gronau, N. (Hg.): Industrial Internet of Things in der Arbeits- und Betriebsorganisation, Berlin: GITO-Verlag, S. 1-24.

Bender, B./Teichmann, M./Ullrich, A. (2017): „Mobile IoT-Technologien als Erfolgsfaktor für Fertigung und Lernszenarien – Systematisierung und Anwendung.“ In: Gronau, N. (Hg.): Industrial Internet of Things in der Arbeits- und Betriebsorganisation, Berlin: GITO-Verlag, S. 233-255.

Beiträge in Zeitschriften

Gronau, N./Ullrich, A./Teichmann, M. (2017): „Development of the Industrial IoT Competences in the Areas of Organization, Process, and Interaction Based on the Learning Factory Concept“. In: Procedia Manufacturing 9C. Elsevier, S. 294-301. DOI: 10.1016/j.promfg.2017.04.029.

Kluge, A./Gronau, N. (2018): „Intentional Forgetting in Organizations: The Importance of Eliminating Retrieval Cues for Implementing New Routines“. In: Frontiers in Psychology, 9 (51), S. 1-17, online verfügbar: https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2018.00051/full

Liu, Z./Pinkwart, N./Liu, H./Liu, S./ Zhang, G. (2018): „Exploring Students’ Engagement Patterns in SPOC Forums and their Association with Course Performance“. In: EURASIA Journal

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