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Demokratie, Partizipation und Öffentlichkeit

Forschungsgruppen 12 - 15

Im Rahmen dieses Forschungsthemas wird untersucht, wie sich Partizipationsprozesse und öffentliche Meinungsbildung in Gegenwartsdemokratien unter dem Einfluss digitaler Technologien grundlegend wandeln.

Der Wandel der Bürgerrolle im digitalen Zeitalter

Die Arbeit der Forschungsgruppen untersucht die Art und Weise, wie sich politische Akteure, Bürger*innen, soziale Bewegungen und die Zivilgesellschaft digitale Technologien aneignen, sie weiterentwickeln und sich in diesem Prozess selbst verändern. Der Wandel der Bürgerrolle im digitalen Zeitalter steht im Zentrum und die Forschung nimmt emanzipatorische Potenziale wie demokratiegefährdende Entwicklungen gleichermaßen in den Fokus.

Die Entwicklung öffentlicher und politischer Kommunikation

So wird aus interdisziplinären, empirischen und theoretischen Perspektiven erörtert, wie sich Qualität und Rationalität von öffentlichen Diskursen entwickeln, inwiefern die politische Meinungsbildung nachhaltig fragmentiert und sich demokratische Gesellschaften weiter polarisieren. Die dynamische, zugleich aber störungsanfällige Entwicklung öffentlicher und politischer Kommunikation sowie die Gefahr von sozialen und politischen Spannungen – gerade auch in einem transnationalen Kontext – ist ein zentrales Erkenntnisinteresse.

Forschungsgruppen

Nachrichten, Kampagnen und die Rationalität öffentlicher Diskurse

Nachrichten, Kampagnen und die Rationalität öffentlicher Diskurse

Die Forschungsgruppe untersucht theoretisch und empirisch die Inhalte und Prozesse politischer Kommunikation in digitalen Öffentlichkeiten mit Blick auf die Verbreitung von extremistischen Ansichten, Gerüchten und Lügen. Die Hybridität von Mediensystemen, die Konstellationen der Akteure und die Dynamiken der Diskurse begünstigen hier flüchtige und fragmentierte Themenöffentlichkeiten. Eine wichtige Frage ist, welche Bedingungen und Kontextfaktoren die Mechanismen und die Dynamiken von sogenannten „postfaktischen“ Nachrichten und Desinformationskampagnen beeinflussen.

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Demokratie und Digitalisierung

Demokratie und Digitalisierung

Ziel der Forschungsgruppe ist es, die Wechselbeziehung zwischen Digitalisierung und demokratischer Selbstbestimmung zu untersuchen. Es wird erforscht, wie sich liberal-demokratische Gesellschaften digitale Technologien aneignen, vor allem aber, wie sich Demokratie selbst im Prozess von Digitalisierung wandelt. Drei Schnittstellen dienen als Fokuspunkte der Forschung: Veränderungen im Bereich politischer Partizipation, in Bezug auf demokratische Öffentlichkeit und mit Blick auf Recht und Herrschaft.

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Digital Citizenship

Digital Citizenship

Die Forschungsgruppe untersucht, wie Menschen in der heutigen Zeit ihre Rolle in der Demokratie sehen und gestalten. Ein besonderes Augenmerk legen wir darauf, wie dieses Verhältnis von der Online-Kommunikation auf individueller Ebene geprägt wird. In diesem Zusammenhang werden sich verändernde bzw. neu entstehende Einstellungen und Erwartungen in Bezug auf politisches Engagement in der Demokratie – so genannte emergente Bürgernormen – auf Basis quantitativer und qualitativer Erhebungsmethoden identifiziert und ihre Folgen für die individuelle politische Partizipation analysiert.

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Digitalisierung und transnationale Öffentlichkeit

Digitalisierung und transnationale Öffentlichkeit

Unsere Forschungsgruppe befasst sich mit der Rolle von digitalen Technologien und Medien bei der Entstehung von (trans-)nationalen Öffentlichkeiten, Kommunikationsinfrastrukturen und Prozessen politischer Mobilisierung. Auf Basis von international-vergleichenden Forschungsdesigns und computergestützten Methoden der sozialwissenschaftlichen Datenerhebung und Analyse untersuchen wir digitale Kommunikationsumgebungen, die sich im Zusammenhang mit rechtspopulistisch aufgeladenen Themen wie Migration, Asyl, Antifeminismus oder Anti-Islamismus in europäischen Ländern sowie den USA herausbilden.

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